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Was für eine Welt könnten wir bauen,
wenn wir die Kräfte, die ein Krieg bindet,
für den Aufbau einsetzten. - Albert Einstein

ESKALATIONSSTUFEN

Nutzen Sie Ihre Energie für die bessere Lösung

Friedrich Glasl beschreibt in den 9 Eskalationsstufen sehr anschaulich die Entwicklung eines Konfliktes. Von der anfänglich noch eher harmlosen Anspannung bis hin zu einem vernichtenden Rundumschlag.

Folgend beschreiben wir die neun Stufen der Eskalation und wir geben Hinweise, was Sie anfänglich noch selber tun können und erklären, was bei einem höher eskalierten Konflikt noch helfen kann.   Eskalationsstufen Aufwand für den Konflikt Wirtschaftsmediation

 

Eskalationsstufen und Hilfestellungen

 Stufe 1 – Spannung / Verhärtung

Die Zusammenarbeit funktioniert nicht mehr ganz so gut. Man ärgert sich immer häufiger über bestimmte Personen oder Prozesse. Die Spannungen werden aber nicht unbedingt als Anfang eines Konflikts wahrgenommen.

Was können Sie tun?

Es gibt unterschiedliche Strategien mit Konflikten umzugehen. Machen Sie sich mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Strategien vertraut. Wenn Sie die Konfliktlösung eigenverantwortlich angehen möchten, so finden Sie hier wertvolle Tipps.

 

 Stufe 2 - Debatte/Polemik

Jetzt treten die Gegensätze deutlicher hervor. Die Spannungen werden als Konflikt wahrgenommen. Stilles Herunterschlucken des Ärgers gelingt nicht mehr. Die Konfliktpartner versuchen, den jeweils anderen von ihren Argumenten zu überzeugen. Es entsteht Streit. Strategien und Konkurrenz beginnen, die Kommunikation zu bestimmen.

Was können Sie tun?

Machen Sie sich der Dynamik von Konflikten bewusst. Der Weg zurück wird mit jeder Eskalationsstufe schwieriger. Ein Gespräch mit einer neutralen Person hilft, sich wieder einen lösungsorientierten Blick auf den Konflikt zu erarbeiten.

 

 Stufe 3 - Taten statt Worte

Die Konfliktparteien erhöhen den Druck, um die eigene Meinung durchzusetzen. Es kommt zunehmend zum Abbruch der Kommunikation. „Reden hilft nicht mehr, nun müssen Taten folgen" lautet das Motto. Der Ärger wird „ausgelebt“. Die Entschlossenheit, sich gegen den anderen durchzusetzen, beschleunigt die Eskalation.

Was können Sie tun?

Der Konflikt wird sich mit der folgenden Stufe langsam aber stetig auf das Team / die Umgebung ausweiten. Um dies zu vermeiden, kann es helfen den Streit mit der Unterstützung eines externen Moderators aufzulösen oder kurzfristig eine Teamentwicklung für die Beteiligten zu initiieren. Sinnvoll ist auch die Konfliktkompetenz bei Führungskräften und Belegschaft zu fördern.

 

 Stufe 4 - Bilden von Koalitionen

Nun wird Verstärkung im Team, bei den Kollegen und Kolleginnen gesucht, um die Gegenpartei zu bekämpfen. Koalitionen werden gebildet. Die Konfliktgegner werden für das eigene Verhalten verantwortlich gemacht, weil man ja selbst nur auf das unmögliche Verhalten der Gegenpartei reagiert.

Was können Sie tun?

Der Konflikt hat sich verselbstständig. Mit einfachen Mitteln wird sich nur schwer eine Lösung herbeiführen lassen. Dennoch warten viele Unternehmen, in der Hoffnung das Problem würde sich von selbst lösen, weiter ab. Vielleicht hilft einigen Entscheidern der Blick auf die sichtbaren und verdeckten Konfliktkosten bzw. die nicht genutzte Wertschöpfung, um ins Handeln zu kommen. 
Eine brachliegende Lösungskultur beeinträchtigt unternehmensübergreifend die Motivation und Leistungsfähigkeit der Belegschaft. 

 

 Stufe 5 - Gesichtsverlust

Die Konfliktparteien suchen ständig nach Belegen für die Verfehlungen der Gegenseite. Die Gegner sollen beispielsweise durch Unterstellungen in ihrer Identität und Glaubwürdigkeit vernichtet werden.

Was können Sie tun?

Mehr und mehr wird die Führungskraft ihre Arbeitszeit mit sich wiederholenden Diskussionen, Versuchen zu moderieren oder Drohungen verbringen. Es wird immer anstrengender und zeitaufwendiger allein das Tagesgeschäft aufrecht zu halten. Spätestens jetzt sollte die eigene Konfliktkompetenz  bzw. Lösungskompetenz  weiterentwickelt oder sich Unterstützung  gesucht werden. 

 

 Stufe 6 – Offene Drohungen

Die Konfliktparteien versuchen, durch Drohungen ihre Macht zu beweisen - gleichzeitig wird versucht, die Gesamtsituation unter absolute Kontrolle zu bringen. Drohungen mit Ultimaten werden gestellt („Wenn nicht.....dann....."), wobei die Konsequenzen der Gegenpartei keinen Ausweg lassen sollen. Der Handlungsspielraum verengt sich, was zu immer mehr Radikalisierung und zu vermehrter Gewalt führt.

Was können Sie tun?

Sind Sie in dieser Phase? Dann wissen Sie auch, dass Sie mit Hausmitteln keine Lösung mehr herbeiführen können. Einige Unternehmen fangen nun an über Kündigungen nachzudenken. Dies wird aber nur kurzfristig helfen. Aus systemischer Sicht wird das Thema in anderer Form wieder auftauchen. Spätestens jetzt sollten Sie einen Moderator / Mediator einschalten, der den Parteien dabei hilft, eine gemeinsame tragfähige Lösung zu erarbeiten.

Sollten in Ihrer Organisation mehrere ungelöste Konflikte schwelen oder die Unternehmenskultur sich mehr und mehr hin zu einem unproduktiven Zustand verändert, könnte eine sinnvolle Nutzung der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung oder die Beschäftigung mit den Themen Konflikt- bzw. Lösungsmanagement helfen, wieder eine motivierende und produktive Unternehmenskultur zu etablieren.

 

 Stufe 7 – Angriff

Zerstörungsaktionen werden geplant und durchgeführt. In diesem Stadium geht es noch nicht um totale Vernichtung, aber um Ausschaltung der Gegenseite. Menschliche Qualitäten werden der Gegenpartei abgesprochen. Es gilt die Maxime: Den mach ich fertig!

Was können Sie tun?

Einige Konfliktmanager sind der Auffassung, dass nun nur noch ein Machteingriff helfen kann. Wir sehen dies anders! Für uns ist die entscheidende Frage, ob die Parteien mit dem aktuellen Weg weitermachen möchten oder ob sie gerne eine andere Lösung hätten, allein im Moment nicht sehen wie dies gehen könnte. 

 

 Stufe 8 - Zersplitterung

Der Kontrahent soll vernichtet werden, wobei jedes Mittel zur Erreichung dieses Ziels legitim erscheint. Das Ziel ist, den Feind bzw. das feindliche System zu lähmen und zu zerstören.

Was können Sie tun?

Bevor es soweit kommt, sprechen Sie uns an. In einem kostenfreien und vertraulichen Vorgespräch beantworten wir gerne Ihre Fragen und Sie erfahren mehr über die Möglichkeit der Konfliktauflösung in Ihrer konkreten Situation. 

 

 Stufe 9 – Gemeinsamer Untergang

Für die Vernichtung des Gegners wird auch die eigene Vernichtung in Kauf genommen. Es gibt keinen Weg mehr zurück!  

Was können Sie tun?

Kontakt

 

Die zentralen Fragen sind: Wieviel Kraft kostet es, den Konflikt zu führen? Wieviel Kraft kostet es zusätzlich, das System um den Konflikt herum aufrecht zu erhalten? Wieso nutzen Sie diese Kraft nicht, um sinnvolle und zukunftsorientierte Lösungen zu erarbeiten?

 

"Der Rosenkrieg" (Danny DeVito, 1989)

Eine der wohl gelungensten filmischen Darstellung der Eskalationsstufen. Schritt für Schritt, Stufe um Stufe eskaliert die Auseinandersetzung, bis sich beide Kontrahenten (Kathleen Turner, Michael Douglas) mit einem Kronleuchter in den Tod schwingen.

Am Ende einer Eskalation wird auch der Preis der Selbstvernichtung in Kauf genommen.

Aktuelles

Den Wandel im Griff haben

Artikel in der AiB von P. Kastenholz, A. Küppers und R. Heidemann
Mehrbelastung und Unsicherheit ist ein fester Bestandteil der Arbeitswelt geworden. Die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung (GBpsych) hilft Belegschaft und Unternehmen zu schützen. Eine sinnvoller Einsatz der GBpsych liefert einen strukturierten, agilen Weg mit effektiven Lösungen. In unserem Artikel in der AiB beschreiben wir den Weg aus Sicht der Interessensvertretung.

Wie informiert sich Generation Y über Arbeitgeber

Kienbaum-Studie
Laut einer Studie von Kienbaum befragen 48 % der Studierenden Freunde und Bekannte, die schon im Arbeitsleben stehen. Jeder Dritte informiert sich in Chats und Foren. Jeder Fünfte liest sich Arbeitgeberbewertungen auf Portalen durch, wie zum Beispiel Kununu. Demgegenüber nutzen lediglich 3 % spezielle Recruiting Apps von Unternehmen.
Daraus folgt: Mitarbeiter sind entscheidende Botschafter der Arbeitgebermarke.

VUCA-Welt und GBpsych

Industrie 4.0 und Arbeitszufriedenheit stehen nicht im Widerspruch
Prof. Dr. Thorsten Perty forscht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis zu den Themen "Digitale Transformation" und "Digital Leadership". Im folgenden Artikel gibt er einen Überblick und erklärt, warum in der sogenannten VUCA-Welt Partizipation immer wichtiger wird. Ein Ansatz der PerspektivWerkstatt ist, Unternehmen und Belegschaft flexibel und erfolgreich in einer VUCA - Welt auszurichten.
Wir beraten Sie gern

Mail: Kontakt@PerspektivWerkstatt.com 
Telefon: 02054 8735440 
Mobil: 0172 9330005 

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