Konflikte im Team lösen
Ein Team muss nicht immer einer Meinung sein. Unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Herangehensweisen sind wertvoll – solange sie gemeinsam für die Aufgabe genutzt werden können.
Wenn ein Konflikt im Team festgefahren ist und die Beteiligten allein nicht mehr weiterkommen, hilft professionelle Unterstützung von außen. Mit Mediation und moderierten Konfliktgesprächen unterstützen wir Teams und Unternehmen dabei, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, eine gemeinsame Lösung zu finden und sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren.
Woran Sie erkennen, dass ein Teamkonflikt professionelle Unterstützung braucht
Vielleicht ist die Situation zunächst ganz unspektakulär entstanden:
Zwei Mitarbeitende haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie eine Aufgabe erledigt werden soll. Eine Entscheidung der Führungskraft wird von einem Teil des Teams nicht mitgetragen. Zuständigkeiten sind unklar. Ein Projekt gerät unter Zeitdruck und die Zusammenarbeit wird zunehmend schwierig.
Solche Situationen gehören zum Arbeitsalltag.
Problematisch wird es, wenn sich daraus ein Muster entwickelt. Gespräche drehen sich immer wieder um dieselben Vorwürfe. Informationen werden nicht mehr direkt ausgetauscht. Mitarbeitende gehen sich aus dem Weg oder bilden Lager. In Besprechungen wird mehr über die Zusammenarbeit gestritten als an der eigentlichen Aufgabe gearbeitet. Informationen werden mehr und mehr über Dritte weitergegeben, Kolleginnen und Kollegen geraten zwischen die Fronten oder beginnen, sich einer Seite zuzuordnen.
So wird aus einem Konflikt zwischen zwei Menschen zunehmend ein Thema des gesamten Teams.
Jetzt kostet der Konflikt nicht mehr nur Nerven. Er bindet Zeit und Aufmerksamkeit, beschäftigt Führungskräfte und HR und nimmt dem Team Energie, die eigentlich für die Arbeitsinhalte gebraucht wird. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, den Konflikt von außen zu betrachten und gemeinsam zu klären, welches Vorgehen die Situation braucht.
Warum externe Konfliktklärung oft sinnvoll ist
Schwierig wird es, wenn die Beteiligten bereits mehrere Gespräche geführt und keine Lösung gefunden haben. Mit zunehmender Eskalation wird es immer schwerer, aus den bekannten Mustern auszusteigen. Jeder neue Satz wird vor dem Hintergrund der bisherigen Auseinandersetzungen gehört. Die Beteiligten sind damit beschäftigt, ihre Position zu verteidigen, während die gemeinsame Aufgaben immer weiter in den Hintergrund geraten.
Eine Führungskraft steht in einem Teamkonflikt schnell vor einem schwierigen Spagat. Sie soll dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Gleichzeitig ist sie möglicherweise selbst Teil der Situation. Entscheidet sie sich für eine Seite, fühlt sich die andere benachteiligt. Versucht sie, zwischen den Beteiligten zu vermitteln, wird sie von den Beteiligten häufig nicht als neutral wahrgenommen.
Auch HR oder Betriebsrat können in dieser Situation an Grenzen stoßen – nicht weil sie ihre Aufgabe nicht ernst nehmen, sondern weil sie innerhalb der Organisation bestimmte Rollen und Interessen vertreten.
Eine externe Mediatorin bzw. Moderatorin bringt eine andere Ausgangslage mit. Sie muss nicht entscheiden, wer Recht hat. Sie muss keine Seite vertreten und keine Lösung vorgeben. Ihre Aufgabe ist es, den Beteiligten einen Rahmen zu geben, in dem auch schwierige Themen besprochen werden können und wieder ein gemeinsamer Blick auf die weitere Zusammenarbeit entsteht.
Unterschiedliche Menschen machen ein Team nicht zum Problem
Gerade in einer Arbeitswelt, in der Aufgaben, Märkte und Anforderungen sich verändern, braucht es unterschiedliche Erfahrungen und Herangehensweisen. Eine Person sieht Risiken, eine andere Chancen. Eine denkt stärker vom Kunden aus, eine andere von der technischen Umsetzung. Eine möchte schnell entscheiden, eine andere möchte zunächst genauer prüfen. Solche Unterschiede können ein großer Vorteil sein.
Ein Konflikt entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen unterschiedlich denken. Er entsteht dort, wo die Beteiligten keinen gemeinsamen Weg mehr finden, mit diesen Unterschieden umzugehen. Dann wird aus dem Unterschied ein Gegeneinander.
Die Aufgabe einer Konfliktklärung besteht deshalb nicht darin, Unterschiede zu beseitigen. Sie ermöglicht den Beteiligten, wieder miteinander über ihre unterschiedlichen Sichtweisen zu sprechen und daraus Lösungen für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln.
Was in einer Konfliktklärung passiert
Es geht nicht um die Frage, wer angefangen hat oder wer Recht hat.
Es geht vielmehr um die Fragen: Wie wäre es, wenn es im Team und in der Zusammenarbeit gut wäre? Und was braucht es dafür?
In den Gesprächen geht es darum:
- festgefahrene Gespräche wieder in Gang zu bringen,
- die unterschiedlichen Sichtweisen sichtbar zu machen,
- zu verstehen, was hinter den jeweiligen Positionen wichtig ist,
- die eigentlichen Themen des Konflikts anzusprechen,
- gemeinsam Möglichkeiten für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln,
- und Vereinbarungen zu treffen, die im Arbeitsalltag funktionieren.
Mediation und moderierte Konfliktgespräche geben diesem Prozess Struktur.
Der erste Schritt: Kennenlernen und entscheiden
Bevor eine Konfliktklärung beginnt, gibt es einen gemeinsamen Kennlerntermin.
Die Beteiligten lernen uns und unsere Arbeitsweise kennen.
Alle Beteiligten können sich ein Bild davon machen, wie wir arbeiten, ihre Fragen stellen und danach in Ruhe überlegen, ob sie sich vorstellen können, den Weg mit uns zu gehen.
Wenn sich das Team für eine Zusammenarbeit entscheidet, beginnt die gemeinsame Arbeit.
Welche konkrete Form der Konfliktklärung geeignet ist, hängt auch von der Situation ab. Mediation und moderierte Gespräche sind dabei ein bewährter Weg, Konflikte gemeinsam zu klären.
Was eine gelungene Konfliktklärung im Arbeitsalltag verändert
Eine Konfliktklärung ist nicht dann erfolgreich, wenn am Ende eines Gesprächs alle einer Meinung sind. Das Ziel ist etwas anderes:
Die Menschen sollen wieder miteinander reden, gerne miteinander arbeiten und gemeinsam an ihrer Aufgabe arbeiten.
Probleme können wieder direkt angesprochen werden, statt über Dritte oder hinter dem Rücken der Beteiligten zu laufen. Entscheidungen müssen nicht ständig vor dem Hintergrund des alten Konflikts neu verhandelt werden. Führungskräfte müssen nicht mehr jede Spannung auffangen.
Und das Team kann seine Aufmerksamkeit wieder auf die eigentliche Arbeit richten.
Das ist auch für das Unternehmen relevant. Denn ein ungelöster Konflikt bindet Ressourcen: Zeit, Aufmerksamkeit, Führungskapazität und Energie. Diese Ressourcen fehlen dort, wo sie eigentlich gebraucht werden – bei Kunden, Projekten, Entscheidungen und der täglichen Arbeit.
Konfliktklärung ist deshalb nicht nur eine Unterstützung für die beteiligten Menschen. Sie ist auch eine Investition in die Produktivität des gesamten Unternehmens.
Wertschöpfung durch Konfliktauflösung
Sie müssen Ihren Teamkonflikt nicht allein lösen
Sie müssen nicht bereits wissen, ob eine Mediation, Konfliktmoderation oder ein anderes Vorgehen für Ihr Team richtig ist.
Wenn Sie merken, dass Sie mit Ihren bisherigen Möglichkeiten nicht mehr weiterkommen, sprechen Sie mit uns.
In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Situation: Was ist passiert? Wo steht das Team heute? Was wurde bereits versucht? Und was ist jetzt ein sinnvoller nächster Schritt?
Das Gespräch ist selbstverständlich vertraulich und für Sie kostenneutral.
Kundenstimmen: So erleben Teams unsere Konfliktmoderation & Mediation
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